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Gastro-LexikonIn alphabetischer Reihenfolge finden Sie hier die wichtigsten Begriffe aus dem Bereich der Magenerkrankungen erklärtColitis ulcerosa ist eine chronisch entzündliche, aber nicht ansteckende Erkrankung der oberflächlichen Wände des Dickdarms (Colon). Betroffen ist zu Beginn oft nur der letzte Dickdarmabschnitt bzw. der Enddarm - vom Arzt auch als Proktitis bezeichnet. In zwanzig bis fünfzig Prozent aller Fälle breitet sich die Entzündung im gesamten Dickdarm aus. Die Entzündungen treten als Geschwüre (Ulzera) auf. Im fortgeschrittenen Zustand ist die Schleimhaut oft erheblich angegriffen. Die Krankheit verläuft in Schüben, das heißt, zwischen den aktiven Krankheitsphasen ist der Patient oft über mehrere Monate oder Jahre beschwerdefrei. Häufig tritt Colitis ulcerosa bei Patienten auf, die zwanzig bis dreißig Jahre alt sind. Aufgrund des chronischen Verlaufs ist eine dauerhafte ärztliche Überwachung notwendig - auch in beschwerdefreien Zeiten. Diarrhö Bezeichnung für Durchfall. Akute Diarrhö ist meistens infektiös (Gastroenteritis), also durch Viren, Bakterien, Parasiten etc. verursacht. In unseren Breiten ist die Diarrhö in über 90% der Fälle ungefährlich und hört auch ohne spezielle Therapie wieder auf. Duodenum Bezeichnung für den Zwölffingerdarm, der sich unmittelbar nach dem Magenausgang befindet. Dünndarm Ort der Verdauung und Nahrungsaufnahme. Esomeprazol Magen-Darmmittel gegen Reflux Ösophagitis (Saures Aufstossen) Gastritis Bezeichnung für eine Magenschleimhautentzündung. Gastrointestinaltrakt Bezeichnung für den Magen-Darmtrakt. Gastroskop Kinderarzt Rudolf Schindler (1888-1968) Schinlder's Gerät war lediglich in seinem Oberteil starr und ging dann in einen flexiblen Schlauch über, in dem mehrere Linsen, mit sehr kurzer Brennweite platziert waren. Sie erlaubten selbst bei gebogenem Schlauch eine gute optische Darstellung des Magens. In Zusammenarbeit mit einem Berliner Instrumentenbauer wurden zahlreiche dieser "Magenspiegel" hergestellt, die noch bis in die 1950er Jahre in Gebrauch waren. Schindler's "Lehrbuch und Atlas der Gastroskopie" galt lange Zeit als Standard-Lehrwerk für viele angehende "Gastroenterologen". Der Erfinder selbst immigrierte nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in die USA. Gastroskopie Eine Standarduntersuchung, die bei den meisten Formen von Magenbeschwerden, so auch beim Sodbrennen, empfohlen wird, ist die Gastroskopie. Hierbei kann über einen flexiblen Plastikschlauch mit Kamera, der nach Betäubung des Rachens über den Mund und die Speiseröhre bis in den Magen vorgeschoben wird eine Beurteilung der Schleimhaut des Magens und der Speiseröhre erfolgen. Diese Untersuchung gewinnt ihre Bedeutung auch daraus, dass eine gewisse Anzahl von Menschen mit Sodbrennen durch die ständige Säureeinwirkung an für den Körper ungewohnter Stelle eine Entzündung der unteren Speiseröhre entwickeln. Diese kann sich in seltenen Fällen über verschiedene Stadien hin zu einer Krebserkrankung entwickeln. Gastro-Esophageale-Reflux-Disease GERD als die gebräuchliche Abkürzung für deren englischsprachige Bezeichnung Gastro Esophagealen Reflux Disease. Bei dieser Krankheit kommt es zu einem unnatürlichen Rückfluss von saurem Magensaft in die Speiseröhre. Helicobacter-Bakterium Bakterium, welches sich im Magen aufhält und unter dem Begriff Helicobacter pylori bekannt ist. Das Bakterium ist für eine große Anzahl auftretender Magengeschwüre verantwortlich. Auch Krebserkrankungen werden durch das Bakterium verursacht. In der Vorstufe dieser schwereren Erkrankungen kann zu Beginn der Infektion eine Phase mit unspezifischen Magenbeschwerden vorausgehen, die auch Sodbrennen beinhalten. Helicobacter Pylori Bakterium, welches sich im Magen aufhält und unter dem Begriff Helicobacter pylori bekannt ist. Das Bakterium ist für eine große Anzahl auftretender Magengeschwüre verantwortlich. Auch Krebserkrankungen werden durch das Bakterium verursacht. In der Vorstufe dieser schwereren Erkrankungen kann zu Beginn der Infektion eine Phase mit unspezifischen Magenbeschwerden vorausgehen, die auch Sodbrennen beinhalten. Kalzium Kalzium hat vielfältige Aufgaben im menschlichen Organismus. Es ist nicht nur der Hauptbestandteil unserer Zähne und Knochen, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle als Botenstoff in vielen Abläufen des Zellstoffwechsels. Es ist wichtig für die Muskelkontraktion und die Signalübertragung in Nerven- und Sinneszellen sowie die Blutgerinnung. Kalziumkarbonat Mittel gegen Magenübersäuerung, das natürlich als Kalk (Kalkstein) vorkommt. Kolon Bezeichnung für den Dickdarm. Kolonkarzinom Bezeichnung für Dickdarmkrebs. Magen Der Magen (medizinisch Ventrikulus oder Gaster) ist ein erweiterter Abschnitt des Magen-Darm-Systems. Er dient als Speisereservoir. Die aufgenommene Nahrung wird in ihm vorverdaut. Seine Form ist individuell verschieden und von der Körperstellung abhängig. Mediziner unterscheiden am Magen vier Teile: die Cardia, den Fundus, das Corpus und den Pylorus. Die Cardia umschließt die Speiseröhre, der Fundus enthält beim stehenden Menschen die Luft, die geschluckt wird, der Corpus nimmt den größten Teil der zu verdauenden Nahrung auf und leitet es über den Magenausgang, den Pylorus, an den Dünndarm weiter. Die Wand des Magens ist nur wenige Millimeter dick. Während die äußere Oberfläche des Magens glatt ist, findet sich die innere Schleimhaut dieses Organs zu Falten aufgeworfen. Magenbypass Operative Behandlung der Adipositas durch Ausschaltung der beiden unteren Magendrittel durch Magenquerverschluß u. Verbindung des oberen Magendrittels mit dem Dünndarm durch eine Gastrojejunostomie. – Modifiziert durch Bildung eines schmalen, passageverzögernden Kanals im Bereich der kleinen Kurvatur (= gastric partitioning). Magenblutung Arterielle oder venöse Blutung in den Magen, z.B. bei Ulkus oder Magenkarzinom, DIEULAFOY*, MALLORY*-WEISS* Syndrom, Fundusvarizen, Erosionen sowie – diffus (als Diapedeseblutung) – bei erosiver oder hämorrhagischer Gastritis. Führt zu – oft Kaffeesatz-artigem – Erbrechen (Hämatemesis), Schocksymptomen, Blutstuhl, chronisch zu Anämie. Magen-Darm-Infektion Treten meist nach ungenießbaren, verdorbenen Speisen auf und äußern sich durch krampfartige Schmerzen in der Magengegend sowie Erbrechen und Durchfall. Magengeschwür (ulcus ventriculi) Geschwür; aus einer örtlichen Ursache oder – als symptomatisches U. – aus einer Allgemeinerkrankung resultierender Substanzverlust der Haut oder der Schleimhaut. Während beim klassischen, aber selteneren Magengeschwür Frauen und Männer gleich oft betroffen sind, tritt das Zwölffingerdarmgeschwür bei Männern viermal häufiger auf als bei Frauen. Noch nicht allzu lange ist sich die Wissenschaft einig, daß ein ansteckender Erreger in fast allen Fällen schuld ist: der Helicobacter pylori, der die Magenschleimhaut des Patienten besiedelt. Magenkarzinom Bösartiger epithelialer Tumor der Magenschleimhaut. Magenkrebs Magenkrebs ist eine bösartige Neubildung bestimmter Zellen des Magens. Magenmund Das intraperitoneale, im Leerzustand darmähnlich schlauchförmige, im Füllungszustand dickere u. längere, sehr muskulöse Organ als Teil des Verdauungstraktes zwischen Ösophagus u. Duodenum; die Wand ist 4schichtig, besteht – von außen nach innen – aus der Tunica serosa (Peritoneum) mit Tela subserosa, Tunica muscularis (Wandmuskulatur), Tela submucosa u. Tunica mucosa (Magenschleimhaut). Magenpförtnerverengung (Pylorusstenose) Sollte ein Baby immer ungefähr eine halbe Stunde nach dem Füttern schwallartig erbrechen, so ist es möglich, dass eine Verengung des Magenpförtners die Ursache ist. Magensaft Die Aufgabe des Magensafts ist die Verdauung von Eiweiß und die Abtötung der mit der Nahrung aufgenommenen Bakterien. Zu diesem Zweck beinhaltet er eine Reihe von eiweißspaltenden Enzymen, die durch die saure Salzsäure aktiviert werden, aber auch Schleim zum Schutz des Magens vor dieser aggressiven Säure. Die Bildung des Magensafts wird einerseits durch die Nahrungsaufnahme selbst angeregt, aber auch der bloße Gedanke an Essen kann seine Bildung auslösen, ebenso wie z. B. Stress und Rauchen. Magensäure Stark saurer Magensaft, der von der Magenschleimhaut in den Magen abgegeben wird, um die Nahrung zu verdauen und Bakterien abzutöten. Magenschleimhaut Die Magenschleimhaut ist die innere Auskleidung des Magens und schützt vor der Selbstverdauung durch den sauren Magensaft. Magenverstimmung/Koliken Unter Koliken versteht man einen heftigen, quälenden und krampfartig auftretenden Schmerz in der Bauchregion, der meist durch reichliches, fettes und unverträgliches Essen, aber auch durch Gallen- oder Nierensteine, Blinddarmentzündung oder Darmverschluss ausgelöst wird. Magnesium Magnesium ist notwendig für die Proteinsynthese, als Aktivator des Zuckerabbaus und im Fettstoffwechsel. Im Wechselspiel mit Calcium wirkt Magnesium bei der Muskelkontraktion und der Reizübertragung im Nervensystem. Auch für den Energiestoffwechsel des Körpers ist es unentbehrlich. Magnesiumkarbonat Mittel gegen Magenübersäuerung, das natürlich als Mineral Magnesit ("Bitterspat") und zusammen mit Kalziumkarbonat als "Dolomit" vorkommt. Morbus Crohn Unheilbare chronische Erkrankung, die normalerweise im Alter von 15 bis 35 Jahren ausbricht und in der westlichen Welt zunehmend verbreitet ist. Typische Beschwerden sind vor allem Durchfall, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust und Darmblutungen. Omeprazol Magen-Darmmittel gegen Reflux Ösophagitis (Saures Aufstossen) Ösophagus Bezeichnung für die Speiseröhre, die die Nahrung vom Mund in den Magen transportiert. Ösophaguskarzinom (Speiseröhrenkrebs) Bösartige Tumore in der Speiseröhre – meist als Ursache von Reflux Ösophagitis (Magensäure in der Speiseröhre). Pankreas Bezeichnung für die Bauchspeicheldrüse. Die Bauchspeicheldrüse produziert wichtige Enzyme für die Verdauung. Enzyme sind Eiweissmoleküle, die bestimmte chemische Reaktionen als Katalysator gezielt unterstützen können. Protonenpumpenblocker Magensäurehemmung durch Medikamente. Reflux Allg. "Rückfluss"; hier: Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Refluxösophagitis Eine durch den ständigen unnatürlichen Rückfluss von Magensaft verursachte Speiseröhrenentzündung. Resorption Aufnahme und Verdauung der Nahrung. Saures Aufstoßen Unter Saurem Aufstoßen versteht man den Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Sodbrennen Gefühl des Brennens in der Magengrube bzw. hinter dem Brustbein und entlang der Speiseröhre infolge Rückfließens von Magensäure in die Speiseröhre. Die häufigste Ursache für Sodbrennen ist ein schlaffer Ringmuskel zwischen Speiseröhre und Magen. Der ist normalerweise ein fester Verschluss, der verhindert, dass der Mageninhalt dorthin gelangt wo er nicht hin gelangen soll - nämlich in die Speiseröhre. Bei manch einem ist dieser Ringmuskel aber nicht mehr so ganz funktionstüchtig, mit der Folge dass die Magensäure nicht im Magen zurückgehalten wird. Einige andere Faktoren spielen höchstwahrscheinlich auch noch eine Rolle, wie beispielsweise Stress, Alkohol oder zu fettes, zu spätes oder zu umfangreiches Essen. Speiseröhre Sie ist ein Teil des Verdauungstraktes und dient dem Transport der Nahrung vom Rachenraum in den Magen. Völlegefühl Völlegefühl ist auch unter Blähungen bekannt die durch verschluckte Luft oder meist durch Gase entstehen, die sich im Dickdarm bei der Verdauung bilden. Der Bauch wölbt sich stark nach vorne und spannt. Oft kommt es zu Krämpfen und kolikartigen Schmerzen. |
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