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Forschung & Magen Wissenschaftliches aus der Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie. Informieren Sie sich über Ihre Magenerkrankungen.
Esomeprazol & OmeprazolÜber die Bedeutung von Rechts- und Linkshändigkeit istschon oft berichtet worden. Bei Menschen ist die Rechtshändigkeit die Regel. Linkshänder sind eine Ausnahme. Die Häufigkeit der Linkshändigkeit hängt scheinbar von vielen Umständen ab. So haben die seltenen Linkshänder oft auch eine linkshändige Mutter. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein zu früh geborenes Kind Linkshänder wird, ist jedoch fünfmal größer als bei Kindern, die zum normalen Geburtstermin zur Welt kommen. Frauen, die bei ihrer Entbindung älter als 40 Jahre sind, haben eine im Vergleich zu jünger Gebärenden sogar 128mal höhere Wahrscheinlichkeit, einem kleinen Linkshänder das Leben zu schenken. Die belebte Natur präferiert offenbar immer eine bestimmte Orientierung und ist in diesem Sinne ein wenig asymmetrisch. Dafür lassen sich zahlreiche Belege finden. Betrachtet man zum Beispiel ein Schneckenhaus, so wird man leicht eine Drehung in Richtung des Uhrzeigersinns feststellen.Wirkstoffe und ihre AufgabenArea Under the Curve : Was sagt uns die AUC?Wirkstoffe haben die Aufgabe, zu wirken. Sie sollen zum Beispiel Bakterien bekämpfen, eine ungenügende Hormonproduktion des Organismus wieder anregen, das Herz entlasten oder auch die Produktion bestimmter körpereigener Stoffe abbremsen. Um ihrer Aufgabe gerecht zu werden, ist in der Regel eine bestimmte Wirkstoffkonzentration im Blut erforderlich. Ist ein solcher "Mindestblutspiegel" erreicht, kann man sicher sein, dass auch genügend Wirkstoff durch die Blutgefäße an den Ort des Geschehens, zum Beispiel die entzündeten Mandeln, die Schilddrüse, das Herz oder eben die Protonenpumpe in der Belegzelle des Magens gelangt. In vielen Fällen ist die Wirkung eines Medikamentes um so besser, je höher dieser Blutspiegel ist. Die Mediziner sprechen dann von einer positiven Dosis-Wirkungs-Korrelation*.Ob der erforderliche Blutspiegel auch erreicht wird, hängt von vielen Faktoren ab. Säurehemmung mit S- und R - OmeprazolMagenbeschwerden: Ein Blick hinter die KulissenDie Säurehemmung mit Esomeprazol, das sind Medikamenten mit dem Wirkstoff S-Omeprazol, sorgen in den meisten Fällen für eine mehr als 24stündige Minderung der Bildung von Magensäure. Jeder Produzent lobt sein Produkt. Pharmahersteller sind da keine Ausnahme. Allerdings sind ihre Auflagen vom Gesetzgeber strenger geregelt, als dies zum Beispiel für Kosmetikfirmen der Fall ist. In Deutschland wird schon seit langem kein Medikament mehr zugelassen, dessen Wirksamkeit und Unbedenklichkeit nicht durch umfangreiche Untersuchungen und Studien überzeugend belegt wurden. Diesbezüglich hat der "Verbraucher", also der Patient, eine wesentlich größere Sicherheit, als sie ihm anderswo im Markt begegnet. PLACEBO - EFFEKT: Bewertung der Wirkung von ScheinmedikamentenEr ist in aller Munde: der Placebo-Effekt. Ganz gewiss haben auch unsere Leser schon gehört, dass Scheinmedikamente, so genannte Placebos, die keinerlei wirksame Substanzen enthalten, bei vielen Menschen plötzlich doch eine heilende Wirkung entfalten können. Im Jahre 1955 gab der amerikanische Arzt HENRY KNOWLES BEECHER mehr als 1.000 Versuchspersonen ein Placebo, das nur aus Zucker und unwirksamen Tablettenhilfsstoffen bestand. In 35 Prozent aller Fälle konnte er danach eine Besserung des Gesundheitszustands feststellen. Bislang ist noch recht wenig darüber bekannt, wodurch Placebo-Wirkungen zustande kommen. Wahrscheinlich ist es vor allem die Erwartungshaltung und der Glaube nun endlich geheilt zu werden, der im Gehirn des Betreffenden zur Ausschüttung bestimmter chemischer Stoffe, so genannter Endorphine, führt und damit unter Umständen auch eine heilähnliche Wirkung hervorrufen kann.Magenschleimhautentzündung - ZahnfleischblutenBakterien als AuslöserUnser Mund ist nicht nur die "Eingangspforte für Speis und Trank", sondern gleichzeitig ein Spiegelbild unseres Organismus'. Fast alle Erkrankungen beeinflussen unser Immunsystem, als dessen Vorposten die Mundschleimhaut in gewissem Sinne gelten kann. Man denke nur an die belegte Zunge bei Masern oder die Rötung bei scharlachkranken Kindern. Die 170 Quadratzentimeter große Mundschleimhaut wird täglich von etwa einem Liter Speichel umspült. Sie bietet vor allem aber mehr als tausend verschiedenen Mikroorganismen Lebensraum. Wie in jedem Ökosystem gibt es hier harmlose Gesellen, die sich sogar als nützlich erweisen, aber auch Missetäter, die der Mundschleimhaut und den Zähnen beträchtlichen Schaden zufügen können. Isomere: Unterschiedliche Bioverfügbarkeiten von IsomerenDem Begriff Bioverfügbarkeit begegnen wir im Alltagsleben vor allem dann, wenn es um Medikamente geht. Er bezeichnet das Ausmaß und die Geschwindigkeit, mit der ein Wirkstoff aus der Tablette freigesetzt wird und im Blut "verfügbar" ist. Es bedarf keiner großen Erklärung, dass eine Pille, die wir zwar "schlucken", die den Körper aber auf "natürlichem Wege" wieder verlässt ohne auch nur im geringsten vom Körper resorbiert worden zu sein, keine heilende Wirkung entfalten kann. Jeder Wirkstoff muss erst an den "Ort des Geschehens" gelangen, um auch wirken zu können. Weil fast alle Substanzen über den Blutweg an das betreffende Gewebe oder die zu beeinflussenden Organe gelangen, ist vor allem der so genannte Blutspiegel des Medikamentes für dessen Effektivität ausschlaggebend. Der Blutspiegel ist nichts weiter als eine Konzentrationsangabe, die zum Beispiel als "Gramm Wirkstoff je Liter Blut" erfolgen könnte.Eine "Pisa-Studie" zur RefluxkrankheitGastro-Esophagealen-Reflux-DiseaseSodbrennen, saures Aufstoßen und Schluckbeschwerden, aber auch Heiserkeit und Husten gehören zu den dominierenden Symptomen der Refluxkrankheit. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Betroffenen ihre Lebensqualität schlechter bewerten als zum Beispiel Patienten nach einem Herzinfarkt! Letzterer ist vor allem als Folge der Arteriosklerose in aller Munde. Man weiß bescheid darüber, dass Übergewicht, Zigarettenrauchen, Bluthochdruck zu deren wichtigsten Risikofaktoren gehören und vermag auch die Symptome eines Herzinfarktes im Groben zu benennen. Beim Wissen über die Refluxkrankheit klafft dagegen eine große Lücke. Europaweit ist man schlecht informiert über alles, was mit GERD, der Gastro-Esophagealen-Reflux-Disease, zu tun hat. Dies belegte auch eine Befragung von mehr als 5.000 Personen in fünf Ländern, die im Jahre 1999 durchgeführt wurde. Magengeschwüre "sterben aus"Vor knapp fünfzehn Jahren erkrankten in Deutschland noch mehr als eine Millionen Menschen an Magengeschwüren. Pro Jahr starben zu dieser Zeit fast 8.000 Patienten an "Ulcusbeschwerden". Ulcus ist die medizinische Bezeichnung für ein Geschwür. Geschwüre sind schmerzhafte Läsionen, die meist durch den Einfluss der Magensäure verursacht werden. Schaut man sich einmal die Erkrankungshäufigkeit in Deutschland genauer an, so fällt auf, dass Geschwüre seit geraumer Zeit immer seltener werden:Die Ursachen für diese erfreuliche Entwicklung sind gut bekannt. Zum einen bemühte man sich seitdem ja besonders intensiv um einen wirksamen "Magenschutz" bei jenen Patienten, die NSAR einnehmen müssen (lesen Sie dazu in unserer Rubrik "Krankheitsbilder"). Die Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis)Was sagt uns die "Los Angeles – Klasse" oder Schweregrad einer SpeiseröhrenentzündungNaturwissenschaftler und Mediziner, aber auch Techniker und Ingenieure klassifizieren verschiedene Merkmale und Eigenschaften von Gegenständen, Dingen oder Substanzen gern in diskrete Gruppen. Dies dient nicht nur einem besseren Überblick, sondern hat auch heuristische Vorteile: Oft zeichnen sich die Elemente einer Klasse durch tiefer liegende gemeinsame Eigenschaften aus, die sich einer nur oberflächlichen Betrachtung entziehen würden. Gelegentlich wird zwar ein wenig "Schindluder" getrieben mit recht sinnlosen Klassifizierungen – in manchen Technik-Lehrbüchern gesellt sich den beiden Arten der Schmierung "Teil-" bzw. "Vollschmierung" doch tatsächlich noch eine dritte Kategorie "keine Schmierung" hinzu – meistens bringt die Klassifikation jedoch einen echten Informationsgewinn oder anderweitigen zusätzlichen Nutzen. Die Virtuelle KoloskopieDie Medizin gehört zu den ältesten Wissenschaften der Menschheit. Das ist auch nur zu gut verständlich, war doch die Kunst, Krankheiten zu heilen, seit eh und je im wahrsten Sinne des Wortes "lebenswichtig". Heilkundige gehörten deshalb nicht nur zu den geachtetsten Personen und hatten stets einen hohen Rang in der sozialen Hierarchie einer jeden Gesellschaft, sondern sie waren vielfach auch Universalgenies, die auf vielen Gebieten der Naturwissenschaften bewandert waren. Neue naturwissenschaftliche Entdeckungen, ausgeklügelte mathematische Methoden und komplizierte technische Meisterleistungen vereinen sich auch heute noch in einer beispiellosen Synthese zu den modernsten medizinischen Innovationen. Vor allem die medizinische Diagnostik wurde auf der Grundlage einer tiefgreifenden interdisziplinären Kooperation verschiedener Fachgebiete in den letzten Jahrzehnten grundlegend revolutioniert.Der Schluckauf - Unkontrolliertes Zucken des ZwerchfellsWohl jeder hatte schon einmal einen "Schluckauf". Die an sich harmlose Erscheinung tritt nur recht selten auf und bedarf normalerweise keiner Behandlung. Dennoch kann sie gelegentlich "lästig" werden. Vor wenigen Jahren geisterte gar eine Nachricht über einen der wohl merkwürdigsten Weltrekorde durch die internationale Presse. Ein in Asien lebender Mann hatte 57 Jahre lang einen unfreiwilligen Schluckauf. Mehr als 430 Millionen Mal musste der Bedauernswerte "hicksen" bevor sein Leiden plötzlich von allein verschwand. Die Wissenschaft hat inzwischen herausgefunden, was den Schluckauf verursacht. Anders als unsere Leser möglicherweise vermuten, ist unser Zwerchfell die Ursache und nicht etwa der Magen. Das Zwerchfell ist gewissermaßen die "Pumpe", die unsere Atmung erzwingt. Als elastische Muskelplatte trennt sie den Brustraum vom Bauchraum. Im entspannten Zustand wölbt sich das Zwerchfell weit nach oben in den Brustraum hinein. Ziehen sich die Zwerchfellmuskeln jedoch zusammen, flacht diese Wölbung stark nach unten ab. Der Brustraum wird dadurch deutlich größer.Warum auch Rheumapatienten einen Säureschutz brauchen17 Prozent aller Arztbesuche sind rheumatischen Beschwerden geschuldet. Von den über 60jährigen leidet sogar fast jeder zweite an Rheuma. Schmerzmittel und entzündungshemmende Rheuma-Medikamente werden deshalb besonders häufig verschreiben. Mit fast 97 Millionen Verordnungen stehen sie an der Spitze aller in Deutschland verbrauchten Arzneimittel. Aber auch jüngere Menschen benötigen Tabletten gegen Schmerzen. Fast jeder hat schon 'mal ein Aspirin eingenommen, um sein Kopfweh "im Zaum" zu halten oder einen Zahn zu beruhigen. Der Wirkstoff dieser Tablette ist die Acetylsalicylsäure (ASS). Viele Leser wissen bereits, dass diese Substanz auch verordnet wird, um das Blut gewissermaßen flüssiger zu machen und so einer Verstopfung der Blutgefäße vorzubeugen. Schmerzmittel wie Aspirin sind in Deutschland also keineswegs eine seltene Sache. Sie gehören zur großen Gruppe der so genannten nicht-steroidalen Antirheumatika und werden der Einfachheit halber oft nur NSAR genannt.Behandlung der RefluxkrankheitLebensqualität und Wohlbefinden entscheiden mit"Es waren einmal sieben Fischreiher, die hausten auf einem Feigenbaum und führten das angenehmste Leben von der Welt". So beginnt ein altindisches Tiermärchen, das im Verlauf der Handlung symbolhaft darüber sinniert, was passiert, wenn eine "Medizin schlimmer ist, als das zu behandelnde Übel". Derartige Märchen sind seit alters her volksnahe Träger unzähliger Weisheiten, deren Botschaften selbst im modernen einundzwanzigsten Jahrhundert nichts an Bedeutung verloren haben. In der Tat versteckt sich in auch dem eingangs zitierten Satz ein wichtiger Kerngedanke: Die Forderung nach dem "angenehmen Leben". Letzteres ist nämlich der eigentliche Sinn einer jeden medizinischen Behandlung. Der Arzt therapiert nicht mit dem Ziel, eine Krankheit um ihrer selbst willen zu besiegen, sondern hat den Wunsch, das Wohlbefinden des Kranken zu verbessern. Glücklicherweise ist das eine in den allermeisten Fällen mit dem anderen verbunden. Umfrageergebnisse: Wer ist GERD?"Ich weiß, dass ich nichts weiß"Bevor wir eine Brücke schlagen zwischen der oben gegebenen, vielfach zitierten sokratischen Weisheit und unserem Thema, der Refluxkrankheit, wollen wir unseren Lesern die authentische Quelle dieses Spruches geben: "Varro: Socrates ita disputat, ut nihil se scire dicat nisi id ipsum, eoque praestare ceteris, quod illi quae nesciant scire se putent, ipse se nihil scire id unum sciat". * (Cicero, Academicorum reliquiae 16, nach Plato: Apologie des Sokrates 6) Multiple Unit Pellet System: MUPS – die innovative "Tablette"Ein bloßer Wirkstoff allein heilt noch keine Krankheit. Wirkstoffe müssen natürlich auch wirklich zur "Wirkung" kommen. Dazu müssen sie erst in eine geeignete Form "gepackt" werden, die unser Körper aufnehmen kann und die gewährleistet, dass auch die richtige Stelle im Organismus erreicht wird. Die Kunst, Wirkstoffe in eine solch geeignete Applikationsform zu bringen, heißt "Galenik". Dieser Begriff geht auf den Arzt Galenus von Pergamon (129 bis 200 n. Chr.) zurück, der als Begründer der "Arzneiformenlehre" gilt. Wir wollen uns nur eine einzige wichtige Definition aus dem Bereich der Galenik merken, die uns deutlich macht, dass zwei unterschiedliche Tabletten mit dem gleichen Wirkstoff noch lange keine identischen Arzneimittel sein müssen:Arzneimittel (Medikament) = Wirkstoff + Galenik Helicobacter pylori infiziert?Wie kann der Arzt feststellen, ob wir mit Helicobacter pylori infiziert sind?Helicobacter pylori ist ein gefährliches Bakterium. Obwohl es statistisch gesehen jeder zweite Deutsche in seinem Magen "beherbergt", wissen nur die wenigsten Betroffenen über ihre Infektion bescheid. Für den Arzt ist es eigentlich eine relativ einfache Sache, herauszubekommen, ob sein Patient "H.P.-positiv" ist: Findet er ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür, kann fast mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass der Betreffende auch an einer Helicobacteriose leidet. Dennoch gibt es natürlich verlässliche Tests, die genau darüber Auskunft geben, ob der Keim im Magen vorhanden ist oder nicht. Medizinischer Nutzen von IsomerenIsomere in der SäurehemmungViele Arzneimittel sind Mischungen ihrer beiden Spiegelbild-Isomere. Die amerikanische Zulassungsbehörde für Medikamente, deren Empfehlungen weltweit von besonderem Gewicht sind, hat dazu aufgefordert, wenn irgend möglich, nur jenes Spiegelbild-Isomer zu verwenden, das auch tatsächlich für die heilsame Wirkung eines Arzneimittels verantwortlich ist. Wir verraten sicherlich kein Geheimnis, wenn wir darauf hinweisen, dass zahlreiche Medikamente auch unerwünschte Wirkungen – zum Beispiel Kopfschmerzen – verursachen können. Es liegt klar auf der Hand, dass Mischungen der beiden Spiegelbild-Isomeren einerseits nur halb so wirksam sind, wie die Gabe des tatsächlich "aktiven" Isomers, andererseits aber die unerwünschten Nebenwirkungen beider Isomere (die sich natürlich unterscheiden können) vermitteln. Alkohol stört Verdauung - bei Sodbrennen Alkohol meiden!Der übermäßige Genuss von Alkohol ist gesundheitsschädlich. Das ist den meisten Menschen klar. Dennoch hat sich der durchschnittliche Alkoholkonsum in Deutschland während der vergangenen dreißig Jahre mehr als vervierfacht. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt heute im Durchschnitt bereits bei etwa 12 Liter reinen Alkohols. Die direkten und indirekten Folgekosten des Alkoholmissbrauchs verschlingen jährlich 15 bis 40 Milliarden Euro. Jedes zweite Verkehrsopfer stirbt infolge des Alkoholmissbrauchs. Dass Alkohol vor allem katastrophale Auswirkungen auf die Leber und das Gehirn hat, ist wohl jedem hinlänglich bekannt. Nur wenige Menschen wissen hingegen von den schweren Strukturveränderungen und Funktionseinschränkungen, die das Gift auf das Verdauungssystem ausübt.Die Protonenpumpe - Hightech im Bauch?Was ist eigentlich eine Protonenpumpe? Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Protonenpumpe hat ganz und gar nichts mit einem technischen Gerät zu tun, sie ist auch keine biologische Pumpe im eigentlichen Sinne. Es werden also nirgendwo Membranen bewegt, die dann vielleicht Flüssigkeitströme – etwa den Salzsäurefluss – bewerkstelligen. Der Begriff "Protonenpumpe" ist eigentlich mehr symbolisch zu verstehen. Biochemiker bedienen sich oft verschiedener Metaphern, um bestimmten chemischen Reaktionsabläufen einen treffenden Namen zu geben. Sie reden z.B. vom "Zitronensäurezyklus" oder vom "Feedback-Mechanismus". "Protonenpumpe" ist eine Bezeichnung für jene chemischen Reaktionsabläufe, die letztlich zur Ausschüttung von Protonen aus bestimmten säureproduzierenden Zellen in den Magen führen.Sodbrennen auch als brennendes Herz bezeichnetEtwa 40 Prozent aller Europäer leiden an Sodbrennen. Diese Erkrankung wird gelegentlich auch als "brennendes Herz" bezeichnet, weil sie mit einem brennenden Schmerz, der vom Oberbauch in die Brust aufsteigt, einhergeht. Oft verspürt der Betroffene zudem einen säuerlichen Geschmack im Schlund. Die häufigste Ursache für diese Volkskrankheit ist ein "Zurückfließen" des sauren Mageninhalts in die Speiseröhre. Die Ärzte sprechen daher auch von der "Refluxkrankheit". Die Betroffenen greifen meist zur Selbsthilfe und schlucken so genannte Antazida. Das sind Medikamente, die die überschüssige Magensäure neutralisieren. Meist kann man sie sogar im Supermarkt kaufen. Wissenschaftler haben jedoch herausgefunden, dass diese Medikamente meist nur zu einer kurzzeitigen Linderung der Schmerzen führen. |
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