MAGEN ASPEKTE - Kompetenzzentrum für Magenerkrankungen

Krankheitsbilder

Magenbeschwerden


Magenbeschwerden - durch Rheuma verursacht?

Eigentlich müssten Protonenpumpenblocker weltweit zu den mit am häufigsten verordneten Arzneimitteln gehören. Immerhin leiden schätzungsweise jeder vierte Franzose und jeder fünfte Amerikaner an der Refluxkrankheit. In Deutschland zählen etwa 12 Prozent aller Erwachsenen dazu. Vor allem die über 40jährigen sind potentiell gefährdet. Leider lassen Menschen, die an Sodbrennen leiden, durchschnittlich 87 Wochen, also fast zwei Jahre, verstreichen, bevor sie zum "Doktor" gehen. Dies ist einerseits gefährlich, weil sich auf der Basis einer Refluxkrankheit im Laufe der Zeit Speiseröhrenentzündungen oder sogar Vorstufen für den gefürchteten Speiseröhrenkrebs entwickeln können. Andererseits ist es auch einfach ärgerlich, weil nach der Gabe eines Protonenpumpenblockers die Beschwerden oft bereits am ersten Tag nach der Einnahme verschwunden sind. Die lange Quälerei mit dem Sodbrennen ist also wirklich nicht nötig…



Magengeschwüre

Protonenpumpenblocker regeln Konzentration der Magensäure

Der Protonenpumpenblocker - Diese Wirkstoffe finden Anwendung bei der Heilung von Magengeschwüren und der Behandlung des Sodbrennens. Sie werden aber auch gegen Speiseröhrenentzündungen und als Schutzfaktor bei Menschen, die besonders häufig Schmerzmittel einnehmen müssen, eingesetzt. Protonenpumpenblocker entfalten eine sehr starke säurehemmende Wirkung und sind gerade deswegen vielen anderen Behandlungsoptionen deutlich überlegen. Sie vermögen die Magensäurekonzentration um mehr als 90 Prozent zu senken und sichern den für die Ausheilung der Speiseröhrenentzündung erforderlichen pH-Wert >4 über viele Stunden. Was sich eigentlich hinter dem Begriff "pH-Wert" verbirgt und wie man ihn richtig beurteilt, war ebenfalls Thema unserer Oktober-Ausgabe. Zudem warfen wir einen Blick hinter die Kulissen und erkannten, dass der Protonenpumpenblocker Esomeprazol eine besonders starke Säurehemmung hervorrufen kann. Natürlich nutzt es nichts, wenn dies lediglich im Labor festgestellt wird. Die Substanz muss auch unversehrt an den Ort des Geschehens, das heißt zu den Säure-produzierenden Zellen im Organismus, transportiert werden.



Magengeschwüre verhindern

Magengeschwüre entstehen vor allem durch die langjährige Einnahme von Schmerz- und Rheumamitteln. Wir wissen nur zu gut, dass viele Menschen täglich auf derartige Medikamente angewiesen sind. Gute Ratschläge in der Art "dann lass' doch die Pille 'mal weg" verlagern die Gesundheitsprobleme nicht nur auf einen anderen Bereich, sondern können sich sogar als gefährlich erweisen. Betroffene Rheumapatienten, die auch unter Magenbeschwerden leiden, scheinen also doppelt in der Zwickmühle zu sein. Sie werden nicht nur durch ihre Schmerzen geplagt, sondern riskieren mit der erfolgreichen Schmerzbekämpfung gleich ein neues Übel, das Magengeschwür. Leser, die unser Online-Journal schon länger regelmäßig nutzen, wissen jedoch: Es gibt einen Weg aus dem Dilemma. Die Gefahr von Magengeschwüren kann trotz Schmerzmitteleinnahme nahezu gebannt werden, wenn es gelingt, den pH-Wert des Magensaftes anzuheben.



Magensäure erschwert die Heilung der Schleimhaut

Es ist schön, Sie auch im April wieder als Gast in unserem Online-Journal zu haben. Mit der Märzausgabe sind wir zu einer Erkundungsreise aufgebrochen, die uns die Zusammenhänge zwischen dem Auftreten von Magengeschwüren und der Einnahme von Schmerzmitteln aufgezeigt hat. Wir erfuhren, dass auch der Dauergebrauch mancher Rheumamittel die Magenschleimhaut schädigen kann.

Gleichzeitig lernten wir einen verlässlichen Schutz gegen solche "medikamenteninduzierten Schleimhaut-Läsionen" kennen: Eine starke Abschwächung der Magensäure erlaubt deren schnelle Ausheilung und vermindert das Risiko einer Neuenstehung von Magengeschwüren.



Rheuma schlägt auf den Magen - Säurehemmer nutzen

Säurehemmende Substanzen können selbst für Menschen, die weder vom Sodbrennen noch von diesem gleich näher zu erläuternden Magenbrennen betroffen sind, notwendig werden. Die Rede ist von jenen Patienten, die über einen langen Zeitraum bestimmte Schmerzmittel benötigen. Dazu gehören vor allem ältere Menschen, die an Rheuma oder Gelenkverschleiß leiden, aber auch Jüngere, die zum Beispiel sehr oft von Kopfschmerzen geplagt werden. Schmerzmittel, so genannte Analgetika, stehen mit jährlich fast 100 Millionen Verordnungen an der Spitze aller in Deutschland verschriebenen Medikamente. Allein 17 Prozent aller Arztbesuche sind rheumatischen Beschwerden geschuldet. In den allermeisten Fällen müssen die Betroffenen ständig Schmerztabletten einnehmen.
Bei zwei von drei Patienten geht die Schmerzmitteleinnahme langfristig mit einer Schädigung der Magenschleimhaut einher. Die Dauertherapie kann sogar tiefe Läsionen, so genannte Magengeschwüre, in der Magenwand hinterlassen.



Magensäure - Erkrankung des Verdauungssystems

Die Magensäure und Ihre Folgen

Mehr als ein Drittel aller Deutschen leidet an so genannten Refluxbeschwerden. Das damit einhergehende Sodbrennen führt zu einer stark eingeschränkten Lebensqualität. Erhebungen haben offenbart, dass sich Menschen, die an Sodbrennen leiden, sogar noch schlechter fühlen, als Patienten mit der sehr ernst zu nehmenden Herzkrankheit Angina pectoris. Letztere werden als Risikopatienten besonders sorgsam betreut und sind daher unter der ständigen Kontrolle ihres Hausarztes.

Das Sodbrennen entsteht in der Speiseröhre. Dieser 20 bis 30 cm lange Muskelschlauch befördert die Nahrung durch eine aktive "Peristaltik" vom Mund in den Magen. Unter Peristaltik versteht man die koordinierte wellenförmige Bewegung der Speiseröhrenmuskulatur, mit deren Hilfe die Speisen in nur eine Richtung fortbewegt werden. Dieser Transportmechanismus ist so effektiv, dass wir sogar im Kopfstand trinken könnten! (Verzichten Sie dennoch darauf, bereits das Eingießen entpuppt sich als äußerst umständlich ?).



Peptische Magengeschwüre

"Pro Jahr erkranken in der Bundesrepublik 1,2 Millionen Menschen an insgesamt 2,1 Millionen Ulcera duodeni oder ventriculi. 8.000 Patienten sterben jedes Jahr an Ulcuskomplikationen".

Diese Nachricht ist einer medizinischen Zeitung aus dem Jahre 1990 entnommen. Sie bedarf einer Erklärung: Ulcus ist die medizinische Bezeichnung für ein Geschwür. Im Plural spricht man von Ulcera. Beim Ulcus duodeni handelt es sich um den lateinischen Ausdruck für ein Zwölffingerdarmgeschwür. Das Ulcus ventriculi kennzeichnet ein Magengeschwür. Beide treten oft gemeinsam auf. Geschwüre sind schmerzhafte Läsionen die meist durch den Einfluss der Magensäure verursacht werden. Man fasst derartige Geschwüre auch unter dem Namen "peptische Geschwüre" zusammen. Diese Bezeichnung werden auch wir hier verwenden. Peptische Geschwüre machen sich schnell bemerkbar.



Teures Original oder billiges Generikum?

Unterschied zwischen Originalarzneimitteln und den so genannten "Generika"? Obwohl uns meist versichert wird, dass zwischen beiden "überhaupt kein Unterschied" besteht, ist ab und zu doch kritische Aufmerksamkeit geboten.

Pharmafirmen, die ein neues Medikament selbst entwickelt haben, belegen dies in der Regel mit einem Patent. Diese forschenden Unternehmen werden im allgemeinen Sprachgebrauch als "Originalhersteller" bezeichnet. Heutzutage geben Originalhersteller geradezu astronomische Summen aus, um die Entwicklung neuer Medikamente zu ermöglichen. Der Leser möge bedenken, dass von der "Idee" eines Medikamentes bis zu seiner Vermarktung etwa zwölf Jahre vergehen. In diesem Zeitraum müssen durchschnittlich 5.000 Wirkstoffe vollständig untersucht und getestet werden, um den einen geeigneten "herauszufiltern". Der ausgewählte "Kandidat" muss dann noch zahlreiche klinische Prüfungen bestehen, ehe er von den Gesundheitsbehörden des jeweiligen Staates offiziell registriert und als Arzneimittel zugelassen wird.



Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre

- Entstehung von Magengeschwüren
- Helicobacter pylori unterwandert die Abwehr
- Was macht dieses Bakterium so gefährlich für den Menschen?
- Wie werden Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre behandelt?


Entstehung von Magengeschwüren
Im Reich der Mikrobiologie sind Bakterien die Könige. Obwohl sie mit einer Größe zwischen 100 und 1000 Nanometern* selbst bei 1.000facher Vergrößerung unter dem Mikroskop kaum auszumachen sind, beherrschen sie in gewissem Sinne die Welt. Bakterien leben fast überall und unter beinahe jeder Umweltbedingung. Die meisten Bakterien kommen sogar ohne Sauerstoff aus. Man findet sie in den kochenden schwefelhaltigen Quellen im Hochland Chiles und im ewigen Frostboden der Antarktis. Eine Handvoll Blumenerde enthält mehr Bakterien, als Menschen auf der Erde leben!



Säurehemmung Isomerie: Die Symmetrie von Molekülen

Symmetrie wohin man schaut

Der Symmetrie begegnen wir überall. Sie zeigt sich beim Schmetterling und in der Form des Ahornblattes, bei der Schneeflocke und unter den Mineralien. Die Natur ist reich an schönen Beispielen für symmetrische Dinge. Seit Jahrtausenden ist der Symmetriebegriff eng mit dem Schönheitsideal der Menschen verknüpft. Symmetrische Formen finden deshalb auch ihren Niederschlag in der Architektur, in der Kunst und in vielen Dingen des täglichen Lebens, die der Mensch geschaffen hat. Symmetrie wird als ordentlich, schön und vollkommen empfunden. Sie erscheint uns als Gegensatz zum Chaos. Für die alten Griechen bedeutete Symmetrie (summmetria) "Ebenmaß und Ausgewogenheit in der Anordnung der Teile".



Säurehemmung: Wirkungsweise von Antazida, H2-Blockern und Protonenpumpenblockern

Säurehemmung dringend erforderlich!

Die Anzahl der Menschen mit Refluxbeschwerden hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Manche Schätzungen sprechen davon, dass jeder fünfte Deutsche an Refluxsymptomen – vor allem also an Sodbrennen – leidet. Drei von vier Betroffenen haben chronische Beschwerden. Manchmal entwickelt sich sogar der gefürchtete Speiseröhrenkrebs. Doch zu einer solchen Entwicklung muss es nicht kommen. Fachleute sind sich einig, dass viele Folgekrankheiten des Sodbrennens vermieden werden können, wenn es gelingt, die Magensäure abzuschwächen, d.h. den pH-Wert des Magensaftes anzuheben. Wir erinnern uns: Der pH-Wert ist ein Ausdruck für die Säurestärke.



Völlegefühl im Magen - Kein Unterschied zwischen Sauce Bernaise und Bockwurst?

Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette als Baumaterial und Energielieferant für unseren Körper und Organismus

"Essen hält Leib und Seele zusammen" heißt es völlig zu recht. Werden die Speisen appetitlich angerichtet und in einem stilvollen Ambiente zu sich genommen, fühlen wir uns wohl. Eine Kerze, sanfte Geigenmusik im Hintergrund und ein zuvorkommender Gesprächspartner machen das festliche Abendessen zu einem wahrhaft köstlichen Erlebnis. "Das Auge isst mit" sagt der Volksmund. Jeder Mensch vermag sehr wohl zwischen dem gehobenen "Sieben-Gänge-Menü" und dem schnellen Imbiss an der Straßenecke zu unterscheiden. Aber spätestens nachdem der anregende Aperitif langsam die Zunge benetzte oder der erste Dönerbissen hektisch geschluckt wurde, beginnt der Unterschied zwischen Romantik und Realismus zu verblassen.



Die Verdauung

Die Verdauung beginnt bereits im Mund. Hier wird die Nahrung zerkleinert. Die Zähne leisten dabei Schwerstarbeit: Der Kaudruck der Mahlzähne liegt bei 40-70 kg! (Um sich von der harten Arbeit der Zähne selbst ein Bild zu machen, sollten Sie 'mal versuchen, ein Stück Fleisch mit bloßen Händen auseinander zu reißen...). Gleichzeitig erfolgt in der Mundhöhle eine Durchmischung der Speisen mit Speichel. Der Speichel macht die Nahrung nicht nur gleitfähig, sondern beginnt sie auch schon ein wenig zu verdauen. Unter der Zunge befinden sich dazu mehrere Drüsen, die spezielle Enzyme, z.B. die Amylase, produzieren. Letztere löst bereits erste Traubenzuckermoleküle aus der Nahrung heraus, die dann über die Mundschleimhaut direkt in das Blut abgegeben werden.



 
 


Magenbeschwerden
Immer mehr Menschen
leiden in  Deutschland
an Magen- oder Darm-
beschwerden. Oftmals
wird dieses Thema ta-
buisiert. Lassen Sie es
nicht so weit kommen.
Informieren sie Ihren
behandelnden Arzt über
Ihre Beschwerden. Nur
er kann Ihnen fach-
kompetent helfen.

 


 



Ernährung & Gesundheit
Achten Sie auf eine ge-
sunde, ausgewogene
Ernährung mit vielen
Vitaminen und Ballast-
stoffen.
 

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